Lehrstuhl f�r Internationale Politik und Au�enpolitik
der Universität zu Köln
Prof. Dr. Thomas Jäger

Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen 

Referat

A. Definition: Was ist überhaupt ein Referat und was soll es leisten?

 

  • Referate dienen der Einübung des wissenschaftlichen Argumentierens - allerdings in mündlicher Form.

  • Das Referat besteht aus einem kurzen Vortrag, in dem Sie in knapper Form die wesentlichen Ergebnisse der vorherigen Auseinandersetzung mit einem Thema präsentieren.

  • Die eigene Argumentation stützt sich auf vorhandene wissenschaftliche Literatur, geht aber über deren bloße Reproduktion hinaus.

  • Das Referat muss - bereits zu Beginn - explizit in den Gesamtzusammenhang des Seminars eingeordnet werden.

  • Das Referat muss wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Das heißt zunächst, dass der Arbeitsprozess hin zum fertigen Referat auf wissenschaftlich-systematische Art und Weise erfolgen muss. Das Referat ist fundamental auf die Formulierung einer Fragestellung sowie die Entwicklung einer schlüssigen Gliederung angewiesen. Ebenfalls entscheidend ist, dass ein "roter Faden" in der Argumentation erkennbar wird.

  • Im Fazit werden die Ergebnisse gebündelt dargestellt. Diese müssen einen klaren Bezug zur Ausgangsfrage aufweisen.

  • Ein Referat enthält unterschiedlich gewichtete Anteile von Theorie und Empirie, kommt aber in der Regel nicht ganz ohne Theorie aus.

  • Ein Referat hat einen klaren didaktischen Anspruch. Zum einen geht es darum, den Seminarteilnehmern effektiv Ihr Wissen zu vermitteln. Zum anderen stellt Ihr Referat normalerweise die Diskussionsgrundlage für die gesamte Sitzung dar: Oftmals steht und fällt eine Sitzung mit der Qualität des sie einleitenden Referats!

  • Beim Referat sind verschiedene Formalia einzuhalten: In der Regel müssen Sie (und sollten immer) ein Thesenpapier erstellen und dürfen eine bestimmte Zeitdauer nicht überschreiten. Weiterhin sollten Sie Ihre Argumentation durch visuelle Hilfsmittel unterstützen.

Schritt 1: Planung

  • In den allermeisten Pro- bzw. Hauptseminaren wird zum Scheinerwerb außer einer Hausarbeit noch die Übernahme eines Referats verlangt. Jeder einzelnen Sitzung des Seminars ist im Normalfall mindestens ein Referat zugeordnet. Der klassische Aufbau des Seminars besteht nun darin, dass Sie (allein oder in einer Gruppe) nach einigen einleitenden Bemerkungen der Dozentin bzw. des Dozenten Ihr Referat halten, welches dann die Grundlage für die gesamte Sitzung liefert. Im Anschluss werden in der Regel die Gedanken, die Sie in Ihrem Vortrag entwickelt haben diskutiert.
  • Im Normalfall werden Sie Hausarbeit und Referat zum selben Thema schreiben bzw. halten. Da die Arbeitsprozesse weitgehend deckungsgleich sind, möchten wir an dieser Stelle eine Empfehlung aussprechen: wenn Sie das Referat vor Fertigstellung Ihrer Hausarbeit halten müssen, so sollten Sie sich Ihrem Referat auf die selbe Art und Weise nähern, wie Ihrer Hausarbeit. Das hat den Vorteil, dass Sie bereits die wichtigsten Arbeiten für Ihre Hausarbeit erledigt haben und bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Referat.

Gruppenreferat: Wenn Sie Ihr Referat mit einer oder mehreren anderen Personen zusammen halten, so sind einige Dinge zu beachten.
    

  • Ein Gruppenreferat erfordert etwas Organisation. Das Referat muss dann in mehrere logische Blöcke zerfallen. Beispielsweise könnte der erste Referent den Theorieteil präsentieren, der zweite und dritte widmet sich dann je einem unterschiedlichen Aspekt der Empirie.
  • Es ist aber entscheidend, dass der erste Referent explizit deutlich macht, inwiefern sich die Blöcke aufeinander beziehen und wiederum ein einheitliches Referat bilden. Bitte vergessen Sie auch in diesem Fall nicht, dass Sie das Referat zusätzlich in den Gesamtzusammenhang des Seminars einordnen müssen.
  • Sie müssen sich also unbedingt mit Ihren Mitreferenten zusammensetzen und ein gemeinsames Konzept entwickeln. Es gibt keine Entschuldigung für ein spontan entstandenes Gruppenreferat, indem nicht klar wird, wie sich die einzelnen Teile aufeinander beziehen.

Schritt 2: Arbeitsprozess

  • Herangehensweise: Sie müssen zunächst wissen, wie man sich einem Thema auf wissenschaftliche Art und Weise grundsätzlich nähert.

    Informationen zu den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens erhalten Sie unter der Rubrik "Hausarbeit", siehe v. a. die Punkte zu Theorie und Empirie sowie die Schritte 1-3.
  • Fragestellung: Genau wie bei der Hausarbeit ist die Entwicklung und Formulierung einer Fragestellung von außerordentlicher Wichtigkeit. Wenn Ihr Thema beispielsweise der Nahost-Konflikt ist, so können Sie nicht einfach alles darlegen, was Sie zu diesem Thema wissen. Sie müssen vielmehr eine spezifische Fragestellung auf das Thema anwenden. Beispielsweise: In welcher Weise stellen Ideologien einen Konfliktgrund dar? Welches Gewicht kommt Internationalen Organisationen bei der Vermittlung zwischen den Konfliktparteien zu? etc.

    Die Fragestellung erfüllt die Funktion eines Punktscheinwerfers im Theater, der nur einen kleinen, präzise abgesteckten Bereich der Bühne erleuchtet und akzentuiert. Aus der für das menschliche Gehirn nicht verarbeitbaren Fülle von Informationen zu einem jeglichen Thema greift die Fragestellung einen bestimmten Bereich heraus.

    Natürlich werden Sie aufgrund Ihrer Vorbereitung mehr Wissen zum Thema haben, als Sie in dem durch die Fragestellung fokussierten Vortrag präsentieren können. Dieses Wissen wird Ihnen allerdings in der anschließenden Diskussion (ebenfalls ein integraler Bestandteil des Referats) zugute kommen. Dies ist nämlich der richtige Zeitpunkt weitergehende Fragen zu erörtern.

    Bei der Auswahl Ihrer Fragestellung müssen Sie aber unbedingt daran denken, einen Zusammenhang zum Thema des jeweiligen Seminars herzustellen.
  • Gliederung: Um nun Ihre Fragestellung entsprechend zu beantworten, benötigen Sie drittens eine klare Gliederung des Referats. Sie stellen also eine oder mehrere Fragen an Ihr Thema und machen deutlich in welchen Abschnitten Ihres Vortrags Sie auf welche Art und Weise sich genau welcher (Teil-)fragestellung widmen möchten.
  • Eine systematische und ausführliche Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie in der Rubrik Hausarbeit bis einschließlich Schritt 5!


Schritt 3: Worauf Sie bei der Entwicklung des Referats achten sollten

  • Länge des Vortrags: In den allermeisten Fällen werden Sie klare Vorgaben hinsichtlich der gewünschten Länge Ihres Vortrages erhalten: in Proseminaren etwa 10-15 Minuten, in Hauptseminaren etwa 15, maximal 45 Minuten.

    Die Länge Ihres Vortrags ist von entscheidender Wichtigkeit. Sie müssen zeigen, dass Sie in der Lage sind, ein Thema in einem vorgegebenen Zeitrahmen adäquat zu behandeln. Grundsätzlich ist es wünschenswert, Referate so knapp wie möglich zu halten. Ihrer Zuhörer werden es Ihnen danken, da man dazu neigt, bei einem (vor allem unbegründet) langen Vortrag frühzeitig abzuschalten.

    Auf der anderen Seite kann es natürlich immer einmal passieren, dass man sein Zeitlimit um einige Minuten überschreitet. Wenn dies begründet geschieht, Sie sich also nicht in irrelevanten Details verlieren, wird Ihnen das niemand übel nehmen. Bei längerer unbegründeter Zeitüberschreitung laufen Sie allerdings Gefahr, von der Seminarleitung unterbrochen zu werden.

    Bedenken Sie, dass der tatsächliche Vortrag meistens länger ausfällt als geplant.
  • Didaktischer Anspruch: Wie bereits erwähnt bringt der Aufbau der meisten Seminare Sie in die Lage, dass Ihr Referat entscheidend für den Verlauf der gesamten Sitzung ist. Sie müssen also versuchen, ihren Vortrag so klar, deutlich und nachvollziehbar zu halten, dass möglichst viele Seminarteilnehmer Ihnen vollständig folgen können. Auf dieser Basis ist einerseits eine fruchtbare Diskussion möglich, andererseits stellen Sie sicher, dass zumindest die aufmerksamen Zuhörer etwas von Ihrem Wissen mit nach Hause nehmen können und dadurch wiederum keine Frustration aufkommt.

Wie kann man dem didaktischen Anspruch gerecht werden?

  • Sie müssen sich vor Augen halten, dass die mündliche Informationsweitergabe insbesondere von schwierigen Inhalten nicht ganz unkompliziert ist. Es gibt aber einfache Mittel, um auch relativ komplizierte Sachverhalte gut vermitteln zu können.
  • Verwenden Sie Ihre Gliederung. Die Gliederung weist eine hierarchische Ordnung auf. Daher sollten Sie im Vortrag immer wieder an geeigneter Stelle deutlich machen, an welchem Punkt Sie sich gerade befinden.
  • Betonen Sie Kernaussagen. Werden Sie sich darüber klar, was Ihre entscheidenden Aussagen, und was lediglich Zusatzinformationen sind. Es hat sich bewährt, an jeweils geeigneter Stelle innerhalb des Referats (beispielsweise am Ende eines jeden Absatzes höherer Ordnung) noch einmal deutlich auf die entscheidende(n) Kernaussage(n) hinzuweisen.

    Ganz am Ende Ihres Referats, im Fazit, sollten Sie ebenfalls genau diese Technik anwenden. Allerdings beschränkt man sich hier in einer Art Gesamtschau auf die Zusammenfassung der Kernaussagen des gesamten Referates.
  • Verwenden Sie visuelle Hilfsmittel. Es ist erwiesen, dass ein Großteil der menschlichen Informationsaufnahme durch das Auge erfolgt. Verwenden Sie also Folien bzw. eine Powerpoint-Präsentation oder (zusätzlich) die Tafel, um Ihre Argumentation zu untermauern.
  • Bei der Verwendung von visuellen Hilfsmitteln sind wiederum einige Grundsätze zu beachten:

    A) Erstellen Sie Folien mit einem Textverarbeitungsprogramm zunächst auf Papier und kopieren Sie dieses wiederum auf eine Folie. Denken Sie an die Lesbarkeit der Folien im Vortragsraum. In einer relativ kleinen Gruppe müssen Sie mindestens 16-Punkt-Schrift verwenden, in größeren Gruppen oder Räumen mindestens 20-Punkt-Schrift. Diagramme, Tabellen etc. müssen gegebenenfalls stark vergrößert werden.

    B) Folien sollten übersichtlich und klar strukturiert sein. Sie sollten nicht zu viele Informationen enthalten, sondern vielmehr die eben beschriebenen Kernaussagen nochmals visualisieren. Verwenden Sie am besten Stichworte oder knappe Sätze.

    C) Folien sind sehr gut dazu geeignet, sowohl empirische Sachverhalte als auch Theorien (z.B. als Pfeildiagramm) zu verdeutlichen. Aussagekräftige Diagramme oder Tabellen sollten Sie Ihrer Zuhörerschaft nicht vorenthalten. Dies sollte allerdings begründet und in Maßen erfolgen. Dutzende von Kurven und Tabellen ohne klar erkennbaren Zusammenhang werden zu unnötiger Verwirrung und Langeweile im Plenum führen.

Schritt 4: Thesenpapier erstellen

  • Zunächst einmal wollen wir der Konfusion entgegenwirken, die das Wort "Thesenpapier" im allgemeinen auslöst. Es gibt verschiedene Typen von Referaten und daher auch von Thesenpapieren. Nicht alle Referate lassen sich im Ergebnis auf Thesen zuspitzen. Allerdings ist es wünschenswert, zentrale Ergebnisse am Ende des Referats deutlich zu machen und - sofern sich dies anbietet - in stark zusammengefasster Form in das Thesenpapier aufzunehmen. Diese Ergebnisse können aber sowohl die Form von Thesen als auch von Fragen, pointiert formulierten Feststellungen etc. annehmen. Der Vorteil eines solchen Vorgehens besteht darin, dass der Einstieg in die Diskussion im Anschluss an das Referat erleichtert wird. Diese ist nämlich ebenfalls ein integraler Bestandteil des Referats.
  • Funktion: Das Thesenpapier ist dazu gedacht, dem Zuhörer die Verarbeitung der angebotenen Informationen so einfach wie möglich zu machen - es erfüllt also einen didaktischen Zweck. Daher bietet es sich an, zunächst einmal die grundsätzliche Gliederung des Referats im Thesenpapier aufzuführen. Ihre Zuhörer werden Ihnen dies danken, da sie sich durch einen Blick auf die Gliederung vergewissern können, an welchem Punkt Ihrer Argumentation Sie sich gerade befinden. Außerdem können sich die Seminarteilnehmer gleich zu Anfang ein Bild von Ihrer grundsätzlichen Herangehensweise an das Thema machen.
  • Weiterhin sollte Ihr Thesenpapier explizit die Fragestellung(en) in knappen Worten enthalten. Die weiter oben erläuterte Spotlight-Funktion der Fragestellung liefert die Begründung für ein solches Vorgehen.
  • Darüber hinaus sind verschiedene Informationen denkbar, die Sie in Ihr Thesenpapier aufnehmen können, beispielsweise ausgewählte Grafiken oder Tabellen. Auch hier gilt allerdings, dass Sie alles Überflüssige weglassen und nur Dinge aufnehmen sollten, die die eben erläuterte Funktion des Thesenpapiers unterstützen.
  • Beim Thesenpapier müssen bestimmte Formalia eingehalten werden. In einem kleinen Kopf müssen einige Informationen aufgenommen werden, wie Sie aus unserem Beispiel ersehen können.
  • Das Thesenpapier sollte normalerweise maximal zwei, besser nur eine DIN-A4-Seite umfassen.


Schritt 5: Rücksprache mit der Seminarleitung

  • Es leuchtet ein, dass nach einer grundsätzlichen Gliederung des Referats der richtige Zeitpunkt gekommen ist, mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Das rechtzeitige Gespräch mit der Seminarleitung (spätestens eine Woche vor der entsprechenden Sitzung) minimiert das Risiko, am Thema "vorbei zu reden".
  • Legen Sie einfach Ihr Thesenpapier (oder die Arbeitsversion dessen) vor und skizzieren Sie, was Sie vorhaben. Dies ist auch die richtige Gelegenheit, letzte inhaltliche und formale Unklarheiten zu beseitigen. Sie haben noch genügend Zeit Umstellungen am Referat vorzunehmen.

 
Schritt 6: Vorbereitungen zum Vortrag und Organisatorisches

  • Es ist völlig normal, dass man vor einem Referat aufgeregt ist. Sie können zwei Dinge tun, um dem entgegen zu wirken:

    A) Gründliche Vorbereitung. Wenn Sie alle Argumente, die Sie vorbringen wollen gründlich durchdacht haben und Ihr Vortrag in sich geschlossen und nachvollziehbar ist, Sie sich also Ihrer Sache sicher sind, werden Sie weniger Probleme mit Nervosität haben.

    B) Nehmen Sie sich etwas Zeit und üben Sie Ihr Referat zuhause entweder vor dem Spiegel oder tragen Sie es einigen Testhörern vor. Nach einigen Durchgängen werden Sie feststellen, dass Sie sich immer freier und präziser ausdrücken können. Auch Schwächen in der Logik und Konsistenz des Vortrags werden so schnell offenbar und können korrigiert werden. Schließlich können Sie so am besten feststellen, ob Ihr Vortrag die gewünschte Länge hat und gegebenenfalls Kürzungen oder Ergänzungen vornehmen.

  • Wenn Sie Folien oder eine Powerpoint-Präsentation verwenden wollen (und eins von beiden sollten Sie eigentlich immer tun), so treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen rechtzeitig, um zu verhindern, noch kurz vor dem Vortrag in Stress zu geraten.

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Thesenpapiere mitbringen bzw. dass Ihr Thesenpapier gegebenenfalls über einen Email-Verteiler an alle Seminarteilnehmer weitergeleitet wurde. Auch in letzterem Fall hat es sich bewährt, noch einige Kopien mitzubringen, da in der Regel nicht alle einen Ausdruck bei sich haben.

   
Schritt 7: Der Vortrag

  • Sie sollten einige Minuten vor Sitzungsbeginn da sein. Sie haben dann genügend Zeit, Ihre Unterlagen auszubreiten, sich mit dem Projektor und der etwas ungewohnten Perspektive vertraut zu machen. Schließlich sollten Sie vor Beginn der Sitzung Ihre Thesenpapiere austeilen, um später Unruhe während Ihres Vortrags zu vermeiden.
  • Präsentationsstil:

    A) Tragen Sie Ihr Referat im Stehen vor. Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen werden Sie selbst feststellen, dass sie besser Luft bekommen und es Ihnen daher leichter fällt deutlich und laut genug zu sprechen. Zum anderen werden Sie - vor allem in größeren Gruppen bzw. Räumen - schlicht besser verstanden.

    B) Sprechen Sie klar und deutlich, nicht zu leise und nicht zu schnell. Fragen Sie sich einfach im Vorfeld, welcher Sprechstil Ihnen selbst angenehm wäre.

    C) Verwenden Sie eine sachliche Ausdrucksweise.

    D) Sprechen Sie so frei wie möglich. Ein Referat sollte niemals vollständig ausformuliert und dann einfach vorgelesen werden.

    Selbstverständlich sollten Sie Notizen verwenden. Machen Sie sich aber lieber nur griffige Stichworte.
  • Tipps:

    Sie könnten beispielsweise Karteikarten verwenden, da diese klein sind und dazu anregen, nur knappe Stichworte zu formulieren.
    Wenn man Folien geschickt einsetzt, kann man Sie als "Notizzettel" verwenden und sich an den Aussagen auf der Folie "entlang hangeln". Dies ist ein sehr brauchbares Verfahren, da Sie die Hände frei haben und die Tatsache, dass sie von Zeit zu Zeit auf den Projektor schauen, niemanden stört.
  • Einleitung: Erläutern Sie den Zuhörern zunächst Ihre Gliederung. Sie können dann zügig erklären, wie Sie vorgehen werden, und was sie an welchem Punkt der Gliederung zu tun gedenken. Nehmen Sie an dieser Stelle allerdings noch nicht zu viel vorweg. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Überschriften.
  • Nun sollten Sie Ihre Fragestellung explizit darlegen. Warum das geschehen muss, ist weiter oben bereits ausführlich dargelegt worden.
  • Hauptteil: Gehen Sie nun ruhig und konzentriert den Rest Ihres Referats durch. Sie haben sich gut vorbereitet und werden feststellen, dass Sie immer mehr in Ihren Vortrag "hineinkommen".
  • Schluss: Denken Sie daran, dass man das zuerst und zuletzt Gehörte oder Gelesene am besten behalten kann. Zeigen Sie kurz und knapp die wichtigsten Ergebnisse Ihrer Untersuchung auf und stellen Sie eine möglichst klare Korrespondenz zur Ausgangsfrage her. Einer schöner Schluss für ein Referat ist das Auflegen einer Folie mit eben diesen Informationen.